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Der einfache Trick für einen besseren Tagesrhythmus

Haben Sie sich heute schon einmal gefragt, wie voll Ihr innerer Akku eigentlich ist?

Viele Menschen starten morgens voller Tatendrang in den Tag. Die Einkaufsliste wartet, der Haushalt ruft, vielleicht stehen noch Termine oder Besuche an. Erst wenn die Kraft nachlässt, wird eine Pause eingelegt.

Doch genau hier liegt ein kleiner Denkfehler.

Denn wer wartet, bis die Erschöpfung da ist, hat oft schon mehr Energie verbraucht, als gut wäre. Die bessere Strategie heißt: Pacing.

Das überraschende Geheimnis hinter dem Begriff Pacing

Der Begriff stammt aus dem Englischen („pace“ = Tempo) und bedeutet: Gehen Sie in Ihrem eigenen Rhythmus.

Dabei geht es keineswegs darum, weniger zu leisten oder sich zu schonen. Im Gegenteil: Pacing hilft dabei, länger aktiv zu bleiben.

Der entscheidende Unterschied:

Sie machen nicht Pause, weil Sie erschöpft sind. Sie machen Pause, damit Sie gar nicht erst erschöpft werden.

Stellen Sie sich Ihre Energie wie ein Budget vor. Wer alles am Vormittag ausgibt, hat am Nachmittag wenig übrig. Wer klug einteilt, kommt entspannt durch den ganzen Tag.

Pacing bedeutet nicht Stillstand. Es bedeutet, die eigene Energie so einzusetzen, dass am Ende des Tages noch etwas übrig bleibt.

Die 70-Prozent-Regel: Warum „noch ein bisschen mehr“ oft zu viel ist

Viele Menschen nutzen ihre Kraftreserven bis zum Anschlag aus. Doch genau das führt häufig zu Erschöpfung.

Versuchen Sie stattdessen, nur etwa 70 Prozent Ihrer verfügbaren Energie einzuplanen.

Die übrigen 30 Prozent sind Ihre Reserve – für unerwartete Aufgaben, spontane Besuche oder einfach für ein angenehmes Gefühl am Abend.

Der Gedanke dahinter ist einfach:

Nicht die völlige Auslastung macht einen guten Tag aus, sondern genügend Kraft für den ganzen Tag.

Muss wirklich alles heute erledigt werden?

Ein weiterer Schlüssel des Pacings ist das sogenannte Aktivitäten-Splitting.

Fragen Sie sich:

Müssen der Wocheneinkauf, das Putzen und der Besuch bei den Enkeln wirklich am selben Tag stattfinden?

Oft verteilen wir Aufgaben aus Gewohnheit auf wenige Tage und wundern uns anschließend über unsere Erschöpfung.

Wer größere Aufgaben über die Woche verteilt, schont seine Energiereserven – ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Eine Pause ist nur dann eine Pause, wenn sie wirklich eine ist

Hier kommt der nächste Aha-Moment:

Viele Dinge, die wir für Erholung halten, sind gar keine echte Pause.

Zeitung lesen, am Handy schauen oder nebenbei etwas organisieren – dabei bleibt der Kopf aktiv.

Eine wirkliche Erholungspause kann viel einfacher sein:

  • Fünf Minuten die Augen schließen
  • In Ruhe durchatmen
  • Aus dem Fenster schauen
  • Eine Tasse Tee genießen

Schon wenige Minuten können helfen, den Akku wieder etwas aufzuladen.

Wie voll ist Ihr Akku gerade?

Machen Sie einen kurzen Selbsttest und stellen Sie sich die Akku-Anzeige Ihres Mobiltelefons vor.

🟢 Grün (80–100 %)
Sie fühlen sich fit und belastbar. Ein guter Zeitpunkt für Aktivitäten.

🟡 Gelb (40–70 %)
Die Energie nimmt langsam ab. Jetzt wäre ein guter Moment für eine kleine Pause oder eine ruhigere Tätigkeit.

🔴 Rot (unter 30 %)
Zeit für eine echte Ruhephase. Ihr Körper signalisiert deutlich, dass neue Energie benötigt wird.

Dieser kurze Check dauert weniger als fünf Minuten und hilft dabei, Warnsignale früher wahrzunehmen.

Was sich verändert, wenn Sie Ihren Rhythmus finden

Wer seine Kräfte bewusst einteilt, gewinnt oft etwas zurück, das besonders wertvoll ist: Lebensqualität.

Anstatt nach einem aktiven Vormittag den Rest des Tages erschöpft zu verbringen, bleibt die Energie gleichmäßiger erhalten. Aktivitäten machen mehr Freude, weil sie nicht mit Überforderung bezahlt werden müssen.

Und genau das ist die eigentliche Stärke des Pacings:

Nicht weniger erleben – sondern mehr vom Tag haben.

Probieren Sie es morgen einmal aus: Planen Sie eine Pause ein, bevor Sie müde werden.

Vielleicht stellen Sie fest, dass sich Ihr Akku am Abend deutlich voller anfühlt.


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